Schuldkult
Abwertender Kampfbegriff gegen die Erinnerung an die NS-Verbrechen.
Auch genannt: Schuldstolz
Wer von Schuldkult spricht, stellt die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus als übertriebenes Ritual dar, das endlich aufhören solle. Der Begriff verdreht den Sinn von Erinnerungskultur: Es geht nicht um persönliche Schuld heute lebender Menschen, sondern um Verantwortung dafür, dass so etwas nicht wieder passiert. Das Wort ist ein verlässliches Erkennungszeichen für geschichtsrevisionistische Positionen.